Aufgaben und Ziele des Faches

 

Die grundsätzliche Bedeutung des Faches Mathematik ist unumstritten und in den neuen Kerncurricula für die Haupt- und Realschule klar formuliert:

„Mathematische Bildung soll dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler kompetent und verantwortlich sich selbst und anderen gegenüber handeln.“

Konkret leistet der Mathematikunterricht gemäß der Kerncurricula einen Beitrag in folgenden Bereichen:

·        Befähigung zur praktischen Lebensbewältigung

·        Befähigung zur Weltorientierung und zur Wahrnehmung der Mathematik

als Kulturgut

·        Befähigung zum rationalen Handeln und zum kritischen Vernunftgebrauch

·        Befähigung zum sozialen Handeln

·        Befähigung zum Umgang mit Medien

Insbesondere für die Sicherung der Ausbildungsfähigkeit – ein zentrales Problem speziell in der Hauptschule – ist die Beherrschung grundlegender mathematischer Fähigkeiten in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Darüber hinaus muss der Mathematikunterricht einen Beitrag leisten zum Erwerb übergeordneter Fähigkeiten wie z

  • Kreativität
  • Organisation von Arbeitsprozessen
  • Kommunikation und Kooperation
  • Ausdauer etc.

Förderkonzept für das Fach Mathematik:

Das Förderkonzept der LWS beruht auf einer Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und Lehrern. Es ist in dieser Form in der Fachkonferenz gemeinsam von Vertretern der drei Gruppen erarbeitet worden.

Fördern beinhaltet die Behebung der Lerndefizite schwächerer Schüler sowie die Bereitstellung zusätzlicher Lernangebote für leistungsstärkere Schüler. Ziel jeder Förderung ist Selbständigkeit; sie beginnt mit dem Trainieren von Lerntechniken und Lernmethoden. In diesem Sinne setzt Fördern aber auch die Lern- und Leistungsbereitschaft beim Schüler voraus.

Das Konzept ist eine Fortschreibung des Förderkonzepts von 2006 und beinhaltet im Einzelnen:

  1. In den neuen 5. Klassen wird am Beginn des Schuljahres ein Eingangstest geschrieben, der den Kenntnisstand der Klasse insgesamt ermittelt, aber auch individuelle Schwächen darstellt und somit entsprechende Förderung ermöglicht.
  2. Von Beginn der Klasse 5 an soll im Unterricht Partnerarbeit eingeübt werden in der Form, dass stärkere Schüler schwächeren helfen.
  3. Wenn der Fachlehrer – z.B. nach einer Klassenarbeit – bei einem Schüler gravierende Schwächen in einem bestimmten Themenbereich feststellt, erarbeitet er einen individuellen Förderplan mit genau abgestimmten Zusatzmaterialien für den Schüler. Dieser verpflichtet sich in einer Art Vertrag per Unterschrift dazu, diese Materialien in einer bestimmten Zeit zu bearbeiten und die Ergebnisse mit dem Lehrer zu besprechen. Bei erfolgreicher Lösung der Aufgaben bestätigt der Lehrer ausdrücklich den Lernfortschritt, im anderen Fall muss über zusätzliche Fördermaßnahmen nachgedacht werden.
  4. In den Klassen 5 der Realschule wird der Unterricht in zwei der vier Wochenstunden von zwei Fachlehrern gestaltet. Sie können in diesen beiden Stunden die Klasse in zwei Gruppen aufteilen – in der Regel entsprechend der Leistungsstärke – und ermöglichen somit den stärkeren als auch den schwächeren Schülern eine intensive Förderung.
  5. In den Klassen 5 der Hauptschule erfolgt eine spezielle Förderung für besonders lernschwache Schüler im Rahmen der Ganztagsschule am Nachmittag. Für jede Klasse gibt es eine Fördergruppe mit höchstens 6 Schülern, damit eine intensive Hilfe möglich ist.
  6. In Klasse 7 der Realschule erhalten die Schüler, die nicht am Französischunterricht teilnehmen, Förderunterricht in Deutsch oder Mathematik.
  7. Leistungsstarke Schüler der Klassen 9 und 10 übernehmen im Rahmen der Ganztagsschule Nachhilfe für Schüler aus den Klassen 5 und 6, mit denen sie die Beseitigung ganz spezieller Schwächen trainieren. Diese älteren Schüler werden von ihren Fachlehrern ausgewählt und – bei festgestellter Bereitschaft – von diesen vorbereitet, betreut und mit Arbeitsmaterial ausgestattet. Sie werden für ihre Arbeit vom Förderverein und aus Mitteln der Ganztagsschule bezahlt.
  8. Für die Klassen 10 der Haupt- und Realschule wird nach den Zwischenzeugnissen von den jeweiligen Fachlehrern ein spezieller Förderunterricht als Vorbereitung auf die Abschlussprüfung angeboten. Die Schüler erarbeiten selbständig und in Kleingruppen von ihnen ausgewählte unterschiedliche Themen. Die Rolle des Lehrers besteht darin, Arbeitsmaterial zur Verfügung zu stellen und individuelle Hilfen zu geben.