Mit Beginn der 6. Klasse haben die Realschüler im Rahmen eines Wahlpflichtkurses die Möglichkeit, sich für die zweite Fremdsprache „Französisch“ zu entscheiden. Nur Schüler, die ab Klasse 6 Französisch gewählt haben, können bis einschließlich Klasse 10 daran teilnehmen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, die später an sie als Erwachsene gestellt werden, müssen die Schüler heute mehr als bisher die Sprachen unserer europäischen Nachbarländer kennen lernen. Dabei kommt dem Französischen eine besondere Bedeutung zu, da es von etwa 170 Mio. Menschen weltweit gesprochen wird (als Muttersprache, als offizielle Landessprache oder auch Verkehrssprache) und da die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland besonders intensiv sind (Frankreich ist mit Abstand der größte Handelspartner der Bundesrepublik).

Das Erlernen einer zweiten Fremdsprache birgt für die Schüler wesentliche Vorteile: die erworbenen Kenntnisse befähigen zur Kommunikation mit der französischsprachigen Welt und das Interesse an frankophonen Kulturen wird geweckt. Der Spracherwerb findet zudem in einer Altersphase statt, in der die Schüler bereits über solide Strukturen der deutschen und englischen Sprache verfügen. Die neu erlernte französische Grammatik wirkt hier kontrastierend und vertieft das allgemeine Sprachgefühl.

Neben der persönlichen Bereicherung durch das Beherrschen einer zweiten Fremdsprache könnte die Teilnahme am Französischunterricht vorteilhaft bei der Ausbildungsplatzsuche oder beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe sein.

Die Französischlehrerinnen sind bestrebt, den Schülern durch den Einsatz moderner Medien (Softwareprogramme des Schulbuchverlages, CDs, Folien…) einen lebendigen Unterricht zu erteilen. In der 9. bzw. 10. Klasse haben die Schüler die Möglichkeit, an einer Studienfahrt nach Paris teilzunehmen.