Die Sonne schien, der Himmel war strahlend blau und bei 25 Grad im Schatten brachten alle Beteiligten jede Menge gute Laune mit zum Sportplatz am Schützenhaus: Dieser erste Freitag im September bot somit die optimalen Rahmenbedingungen für ein großartiges Schulfest. Gefeiert wurde über zwölf Stunden lang, denn bereits um 8.15 Uhr gab Bürgermeister Rainer Ellermann nach einer kurzen Begrüßung den Startschuss zum Sponsorenlauf.

Schon seit Tagen waren die Schülerinnen und Schüler eifrig auf der Suche nach Sponsoren, die mit ihrer Spende soziale und integrative Maßnahmen an der Ludwig-Windthorst-Schule, vor allem aber die Finanzierung des neuen Schulhofs voranbringen sollten. Zwar flossen für die neuen Spiel- und Freizeitgeräte auf dem Schulgelände sowohl Gelder aus europäischen Töpfen als auch von der Gemeinde Ostercappeln. Doch ein erheblicher Teil ist von der Schule selbst zu tragen. Unter diesen Vorzeichen sind alle sehr froh darüber, dass der Förderverein die stolze Summe von 4000,- € beisteuerte. Zu den Erlösen aus dem Schulfest gesellen sich in den nächsten Tagen die Einnahmen aus dem Sponsorenlauf, und diese lassen beim großen Engagement der Schüler einiges erhoffen. Auch die hochsommerlichen Temperaturen hemmten sie nämlich nicht in ihrer Lauffreude. 45 Minuten Zeit hatten die Schüler, die jahrgangsweise an den Start gingen, den Parcours von 650 m Länge möglichst oft zu bewältigen. Die meisten Runden schaffte Vasco Mertin aus der 9R1 mit 16 Runden.

Die letzten Zehntklässler passierten um 14 Uhr das Ziel und bereits eine Stunde später eröffnete die neu formierte Schulband unter der Leitung von Marion Braune-Villafana das bunte Nachmittagsprogramm. Dieses wurde von den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und vielen, die sich der Ludwig-Windthorst-Schule verbunden fühlen, gestaltet und sorgte bei allen Gästen für viel Spaß und Unterhaltung.

Im Laufe des Nachmittags gab es zudem viel zu gewinnen. Besonders originell verpackten die Mitglieder der Zeichen-AG unter der Leitung von Rainer Galke ihre Lose. Diese konnte man in Form von 500 Puzzleteilen erwerben. Das zusammengelegte Puzzle ergab am Ende des Nachmittags „die Traumschule“, ein eindrucksvolles Bild der Schülerin Johanna von der Heyde. Weitere Kunstwerke der Arbeitsgemeinschaft wurden in limitierter Auflage auf Postkarten gedruckt und erfreuten sich großer Nachfrage.

Mit einer Tombola ohne Nieten, die durch die großzügigen Sachspenden örtlicher Geschäftsleute ermöglicht wurde, warben die Schüler aus der 8R2 mit ihren Eltern. Die lange Schlange vor deren Stand dokumentierte das große Interesse an den Losen, die entsprechend rasch vergriffen waren. Die Klasse, die von Martina Knippen maßgeblich unterstützt wurde, freute sich am Abend über einen Reingewinn von über 600,- € aus dem Losverkauf.

Beeindruckt war das Organisationsteam um Stefanie Alschner und Josef Hermanspann von den zahlreichen Kuchen- und Tortenspenden der Eltern. Bei dem langen Buffet fiel den Gästen die Entscheidung über das richtige Stück sichtlich schwer. Auch als am späten Nachmittag die ersten Würstchen auf den Grill gelegt wurden, standen engagierte Eltern hinter der Theke und unterstützen auf ihre Weise die Schule ihrer Kinder.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand ein nicht immer ganz ernst gemeintes „Spiel ohne Grenzen“. Lehrer, Schüler und Eltern bildeten hierbei Jahrgangsteams und absolvierten im 10-Minuten-Takt einen Parcours mit sechs Stationen. Alle konnten hier ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, beispielsweise beim Pedalofahren oder beim Hockey mit Tennisbällen. Sportlehrer Klaus-Peter Nicolaus, der nicht nur den Sponsorenlauf organisiert hatte, sondern auch für den Großteil der Spielideen verantwortlich zeichnete, konnte beim munteren Wettstreit der Jahrgänge viele lachende Gesichter beobachten. Die ausgefallenen Spiele sorgten für beste Unterhaltung und das wichtige Zusammenwachsen der Schulgemeinschaft.

Als gegen 20 Uhr die Veranstaltung ihrem Ende entgegen ging, hatten die Gäste das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, und gleichzeitig voll auf ihre Kosten gekommen zu sein. Die Ludwig-Windthorst-Schule bedankt sich bei allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Helfern und Spendern für ihr großes Engagement!