Am Donnerstag, 20.10.11, um 5.30, war es soweit. Der Bus wartete schon, als wir eintrafen. Es war noch dunkel. Wir waren alle müde und aufgeregt. Zum ersten Mal fuhren wir ohne Eltern ins Ausland und würden vier Tage bei französischen Gastfamilien leben.

Nach einer schier endlosen Busfahrt kamen wir um 18.00 in Bolbec an. Nach dem Betreten des großen Empfangssaals im Val-aux- Grès, in dem alle Gastfamilien schon warteten, waren wir überrascht: Alle sprachen Französisch und so schnell. Wir verstanden erst mal gar nichts. Und nicht nur das:  Aus dem Französisch-Unterricht wussten wir schon, dass das Essen und die Betten in Frankreich anders als in Deutschland sind. Wie schlimm würde es wohl werden? Was sollten wir machen, wenn die Verständigung nicht so klappen sollte? Einige von uns wurden unsicher und bekamen feuchte Augen. Nach der Begrüßung des Bürgermeisters von Bolbec wurden  die Quartiere verteilt und es hieß: “Bonne soirée, bonne nuit et à demain!“.

Am Freitag waren alle pünktlich für eine Fahrt nach Rouen bei strahlendem Sonnenschein vor dem Val-aux- Grès versammelt. Rouen mit 500 000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Normandie, der viert- größte Hafen Frankreichs, der Außenhafen von Paris und, nicht zu vergessen, die Partnerstadt von Hannover.

Nach einer zweistündigen Stadtführung mit Erklärungen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten –Kathedrale, Gros-Horloge, Pestfriedhof, Gericht, Scheiterhaufen von Jeanne d´Arc und Keramikwerkstätten- blieb genug Zeit zum Bummeln und Shoppen.

Am Samstagmorgen sind einige von uns mit den „Correspondants“ zum „Collège“ gegangen. Am Abend trafen wir uns zu den Konzerten der Brass Band des Gymnasiums Bad Essen, den Bands „Fenster auf Kipp“ und „Static Noise“. Es war super!

Der  Sonntag stand unter dem Motto: „Frei in den Familien“ und man traf sich zufällig in Etretat bei der malerischen Steilküste oder bei anderen Ausflugszielen.

Am Ende waren wir alle begeistert. Während der vier Tage war das Wetter nur schön gewesen. Das Essen war nur gut gewesen: Es gab mal  „Quiche“ , „Crêpes“ und andere Spezialitäten. Die Betten waren doch nicht so schlimm, wie befürchtet. Die Verständigung hatte mit Händen und Füßen ganz gut geklappt und es hieß nur noch: „Beim nächsten Mal bin ich dabei!“ und „ich freue mich schon auf den Gegenbesuch“.

Auch das Wittlager Kreisblatt berichtete