Ein spannendes und zugleich sehr aktuelles Thema wird im Fach Biologie in den 7. Klassen behandelt: die Insekten. Was lag da näher, als einen versierten Bienenexperten in den Unterricht einzuladen. So kam es, dass Herr Lemke, Leiter der LWS Imker-AG, am Freitag einen anschaulichen und kurzweiligen 90-minütigen Vortrag vor den Klassen 7a und 7c hielt. Ausgestattet mit dem kompletten Imker-Equipment informierte der Fachmann die Kinder über die Anatomie und die Lebensweise der Bienen, deren Unterkunft, die natürlichen Feinde sowie selbstverständlich über die Honigproduktion.

Worin unterscheiden sich eigentlich die Bienen von Wespen und Hornissen? Die Kinder erfuhren von den verschiedenen Größen und Körpermerkmalen der Tiere. Sie lernten, dass der Bienenkörper aus drei Teilen besteht. Am Kopf sitzen die Augen, zwei Fühler, die als Nase dienen, und die Mundwerkzeuge, die sich aus zwei starken Kiefern und einem Rüssel zusammensetzen. An der Brust sitzen zwei hauchdünne Flügelpaare und sechs Beine. Der größte Körperabschnitt ist das Markenzeichen der Bienen: es ist der gelb-schwarz geringelte Hinterleib mit dem Giftstachel. Es gibt männliche (Drohnen) und weibliche Bienen (Arbeiterinnen) sowie eine Königin. Nur die Weibchen haben einen Stachel. Die Bienenkönigin wird drei bis fünf Jahre alt. Eine Arbeiterin wird im Sommer nur sechs Wochen alt, schlüpft sie im Herbst und kann überwintern, lebt sie bis zu neun Monaten. Drohnen werden nur wenige Wochen alt. Die Tiere haben mit den Varroamilben natürliche Feinde. Diese leben als Parasiten auf Honigbienen und schwächen sie. Sie können ein gesamtes Bienenvolk zerstören – das macht die Varroamilben weltweit zu den gefährlichsten Bienenschädlingen.

Und wo leben unsere Bienen? Ausführlich und anschaulich erklärte Herr Lemke den Aufbau eines Bienenstocks und demonstrierte anhand mitgebrachter Holzrähmchen die „Wohnbedingungen“ der Bienen, die Funktion des Bienenwaches und der Waben. Von größtem Interesse war für die Kinder freilich die Honigproduktion. Sie erfuhren, wie die Honigschleuder funktioniert. Das allerbeste dieser gelungenen Veranstaltung: Herr Lemke brachte den selbst produzierten LWS-Honig mit: Alle 30 Minuten durfte davon genascht werden.