Mit neuem Elan sind die LWS-Bienen aus dem Winter zurückgekehrt. Die Königinnen legen fleißig ihre Eier und die Völker wachsen kontinuierlich an – acht sind es zur Zeit. Bedenkt man, dass ein Volk aus mehreren Tausend Bienen besteht, so könnte man den neuen Bienenunterstand für einen Vorort von Ostercappeln halten. In tagelanger Arbeit hat unser AG-Leiter Herr Lemke die neue Heimat für die Tiere gebaut, nun erstrahlt schon von weitem ein professioneller Neubau. 

Während die Kinder der Imker AG derzeit zu Hause lernen und bis zum Ende des Schuljahres auf ihre AG verzichten müssen, ist Herr Lemke einmal wöchentlich vor Ort und kümmert sich um die Bienen. Im Vordergrund seiner Arbeit steht die Pflege der Bruträhmchen. Diese werden in den Kästen ganz nach vorne gestellt. Zwei bis drei Tage benötigen die Tiere, um ein Rähmchen zu füllen. Herr Lemke kontrolliert regelmäßig die Bauten. Mit einem Stockmeißel entfernt der Imker den Wildbau, hat ein besonderes Augenmerk auf die Königin und sorgt für ausreichende Brut- und Honigräume. Diese Tätigkeit ist wichtig, um die „Schwarmstimmung“ der Völker zu verhindern. Entsteht nämlich eine solche Stimmung, so schwärmt ein Teil des Volkes mit der alten Königin aus und gründet an anderer Stelle ein neues Volk. In einem solchen Fall ziehen sich die verbleibenden Bienen eine neue Königin heran, die dann für das Überleben des Volkes verantwortlich ist. 

Sobald Herr Lemke seine Kontroll- Organisations- und Reinigungstätigkeiten beendet hat, stellt er alle Beuten wieder exakt bündig übereinander. Die Kanten der Kästen sind dann passgenau gestapelt, denn: Bienen lieben Ordnung. Der erfahrene Imker nimmt darauf Rücksicht. „Man muss die Bienen ja nicht unnötig ärgern“, schmunzelt Herr Lemke. Letztendlich ergibt sich eine win-win Situation: Die Bienen bekommen – ähnlich wie in einem first-class-Hotel – einen Rundumservice für ihr Zu Hause, im Gegenzug freuen wir uns über den leckeren Honig.