Unser Schulgarten lädt nicht nur wegen des „leckeren Gemüses“ ein, sondern ermöglicht es auch, den Biologie- und Chemieunterricht um einen zusätzlichen Lernort zu erweitern und somit erlebbar zu machen. Schülerinnen und Schüler unserer Schule können mit den neuen Forscherkoffern, die von der Bingo Umweltstiftung finanziert wurden, auf Entdeckungsreise gehen, da diese auch tragbar und im Gelände einsatzbar sind. 

Die 7a untersuchte mit Hilfe der Forscherkoffer und zusammen mit ihrem Lehrer Herrn Heiser den Schulgarten: Für die Untersuchungen entnahmen die Kinder an verschiedenen Stellen Bodenproben. Danach ließen sie die Bodenproben trocknen, bereiteten sie mit Bodenemulsion vor und filtrierten diese anschließend. Nun konnten sie den pH-Wert in unserem Schulgarten, der Schulwiese und im Wald ermitteln. Schließlich ist die Fruchtbarkeit des Gartenbodens auch abhängig von dem Säuregehalt des Bodens, dem pH-Wert. Das Ergebnis ihrer Messungen war eine 6,0 – somit ist der Wert unseres Schulgartens ideal, um im nächsten Jahr wieder Kürbis, Tomaten, Bohnen und Chicorée anzupflanzen. Die meisten Gemüsesorten benötigen nämlich einen pH-Wert von 6 - 6,7.

Außerdem überprüften die Jungen und Mädchen die Nitrat-Werte, die zwischen 1 und 5 mg/l im Wald, im Schulgarten und auf der Wiese lagen. Für unseren Schulgarten sind auch diese Werte ideal, da Nitrat ein Hauptnährstoff von Pflanzen ist und dies beispielsweise das Pflanzenwachstum beeinflusst. 

Mit unserer Bodenanalyse können wir den Schülern*innen viele Zusammenhänge erklären: Warum pflanzen wir Tomaten oder Riesenkürbis an? Was sagen uns unsere Nitrat-Werte? Wozu müssen zum Beispiel Landwirte düngen? Was ist Kompost und was machen wir mit ihm? 

Des Weiteren unterstützen eigene Messwerte die Identifikation mit dem Schulgarten und motivieren die Kinder für zukünftige Projekte.