Alkoholprävention für unsere Achtklässler

 

„Wenn meine Eltern mir eine unterschriebene Vollmacht mitgeben, darf ich Alkohol kaufen, auch wenn es mir vom Gesetz her nicht erlaubt ist?“ Mit dieser und vielen weiteren kniffeligen Fragen beschäftigten sich unsere drei 8. Klassen im Rahmen des Alkoholpräventionsprogramms „Tom und Lisa“. Bereits zum zweiten Mal führte die Suchttherapeutin Daniela Stuckenberg mit ihrem Team von der Ökumenischen Beratungsstelle Bad Essen dieses Programm für unsere 13- und 14-jährigen Schülerinnen und Schüler durch. An zwei Tagen wurden die Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Alkohol sensibilisiert. So wurden sie in Form eines Quiz´, in dem verschiedene Teams gegeneinander antraten, mit den Grundlagen des Jugendschutzgesetzes vertraut gemacht und erfuhren, ab welchem Alter man bestimmte Getränke konsumieren darf. Sie lernten beispielsweise, dass Sekt und Bier bereits mit 16 Jahren erlaubt sind, gebrannte Spirituosen wie Wodka oder Schnaps hingegen erst mit 18. In den Gruppen entflammten lebhafte Diskussionen, bevor sie sich für eine gemeinsame Antwort entschieden. 

Spannend wurde es, als die Klassen eine fiktive Party planten. Im Mittelpunkt der Überlegungen stand die Frage, ob sie mit oder ohne Alkohol sein sollte. Letztendlich kamen die Klassen zu dem Schluss, dass man auch ohne Alkohol einen schönen und stimmungsvollen Abend haben kann: der Gruppenzwang zum Trinken entfällt dann, ältere Gäste bleiben der Party voraussichtlich eher fern. Die Gedankenspiele gingen jedoch weiter: Auf einer Feier bricht ein Jugendlicher bewusstlos zusammen, da er zu viel getrunken hat. Schnell erarbeiteten sich die Jugendlichen, wie man in einem solchen Fall richtig handelt. Wie sich erhöhter Alkoholkonsum auf die Sinne auswirkt, erfuhren sie schließlich mithilfe einer Promillebrille. Mit den dargestellten Promillewerten von 1,1 bis 1,5 Prozent einen Ball zu fangen oder eine gerade Linie zu gehen, ist fast unmöglich. 

In den zweimal drei Stunden legten die Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Grundstein auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Sie lernten in dieser Zeit eine Menge über einen vernünftigen Umgang mit Alkohol – unter anderem auch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage, deren richtige Antwort selbstverständlich „Nein“ lautet.