Auf den Spuren des Rätsels Schnippenburg

Eine Schnippe beschreibt einen Vorsprung oder einen Geländesporn. Diese Form prägt die aus dem dritten Jahrhundert vor Christus stammende Schnippenburg im Krebsburger Wald bei Ostercappeln und ist vermutlich für die Namensgebung dieser verantwortlich

26 Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „ipad-Film“ besuchten am 25.10.2018 gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Gesa Unger und Britta Siekemeyer die aus der vorrömischen Eisenzeit stammende Schnippenburg. Die Gruppe wanderte von der Schule zum zwei Kilometer entfernten Krebsburger Wald. Dort wurde die Schülergruppe von Christian Schlichting erwartet, der eine zweistündige Führung zur Schnippenburg vorbereitet hatte. Die Schüler/innen erfuhren, dass die Geschichte der Schnippenburg noch nicht endgültig erforscht ist. Ziemlich sicher handelte es sich bei dem Bauwerk nicht um eine Schutzburg, da die vorwiegend aus Holz gebauten Befestigungswälle dafür nicht ausgelegt waren. Vielmehr diente die Schnippenburg vermutlich als Siedlungs-und Handlungsplatz sowie als Kultstätte. Die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs lernten von Christian Schlichting die Vorgehensweiser der Archäologen bei der Spurensuch im Wald kennen. Sie entdeckten die schwer zu findenden Überreste der Wallanlage der Schnippenburg. Anschließend wanderte die Gruppe weiter nach Schwagstorf zum Museum Schnippenburg, wo einige Funde aus der Schnippenburg ausgestellt sind. Dazu gehören neben Schmuck aus Eisen und Bernstein auch Keramikgefäße, Werkzeuge und Waffen. In den folgenden Stunden werden die Schüler/innen zur Schnippenburg ein Erklärvideo mit der Legetricktechnik drehen und sich somit vertiefend mit dem Thema auseinandersetzen.